Produkt

ISO-PUR® K2000

Zertifiziertes universelles Harz für den Elektronikverguss bis zu 10 kV

ISO-PUR® K2000 ist ein mineralisch gefülltes kalthärtendes 2-Komponenten-Gießharz auf Polyurethanbasis, insbesondere zum Verguss von Niederspannungs-Kabelgarnituren. Das hydrophobe Harz enthält Polyetherpolyole, Esterpolyole sowie brandhemmende Mineralien. Der Härter besteht aus aromatischen Polyisocyanaten (pMDI-Typ) mit sehr niedrigem Dampfdruck. ISO-PUR® K2000 ist halogen- und weichmacherfrei. Harz und Härter sind während des Vermischens sofort miteinander verträglich. Ausgehärtete Gießlinge erfüllen die Norm VDE 0291 Teil 2 Entwurf 6/97 für zähelastische Formstoffe (RLS-W-Typ). Formkörper aus ISO-PUR® K2000 neigen nicht zur Versprödung. Die Masse besitzt gute Korrosionsschutzeigenschaften und ein hohes Haftvermögen auf Metall, Keramik und vielen Kunststoffen (PVC, PE, VPE). ISO-PUR® K2000 findet Anwendung in Kabelgarnituren bis 10 kV.

 

Technische Daten

Harz

Farbe

Viskosität (25°C; rot.; 1 s-1)

Viskosität (25°C; rot.; 10 s-1)

Dichte (23oC)

Beige

ca. 5200 mPas

ca. 3000 mPas

ca. 1,45 g/cm³

Härter

Farbe

Viskosität (25°C; rot.; 1 s-1)

Viskosität (25°C; rot.; 10 s-1)

Dichte (23oC)

Braun

ca. 130 mPas

ca. 120 mPas

ca. 1,23 g/cm³

Mischung

Mischungsverhältnis Harz : Härter

Farbe

4,5:1 Gew.-teile

Beige (andere Farben auf Anfrage)

 Dichte (23oC)

ca. 1,39 g/cm³

Topfzeit (23°C)

Gelzeit (23°C)

ca. 10 min 

ca. 15 min

Mischviskosität (25°C; rot.; 1 s-1)

Mischviskosität (25°C; rot.; 10 s-1)

ca. 1800 mPas

ca. 1500 mPas

Durchschlagfestigkeit

ca. 7 kV/mm

Max. Temperatur während der Aushärtung

(300 ml)

ca. 75°C nach 18 min

CO2-Abspaltung

bei Aushärtung unter Wassereinfluss

< 10 ml

Ausgehärtetes Produkt

für Mischungsverhältnis Harz : Härter

unter Standardhärtungsbedingung

4,5 : 1 Gew.-teile

(14 Tage 23°C / 50% rel. Lf.) falls nicht anders angegeben

Kennbuchstabe nach VDE 0291 E 6/97

RLS-W

Physikalische Struktur

Blasenfrei, homogen

Härte Shore D

Härte Shore D

(23°C; Ofenhärtung: 4hRT + 24h80°C)

ca. 50

ca. 55

Kurzzeitige Temperaturbeständigkeit

Dauerhafte Temperaturbeständigkeit

ca. 180°C 

ca. 130°C

Glasübergangstemperatur (midset)

ca. 12°C

Zugfestigkeit (5A Prüfkörper)
(2 mm Dicke; Geschw.: 10 mm/min; 23°C)

Bruchdehnung (5A Prüfkörper)
(2 mm Dicke; Geschw.: 10 mm/min; 23°C)

ca. 7,5 N/mm2
 

ca. 100%

Weiterreißwiderstand
(Einschnitt; Geschw.: 10 mm/min; 23°C)

ca. 11 N/mm

Durchschlagfestigkeit (VDE 0291 T 2)

ca. 20 kV/mm

Prüfung der Hydrolysebeständigkeit (VDE 0291 E 6/97)

Bestanden

Wasseraufnahme nach 28 Tagen
bei Wasserlagerung (23°C)

ca. 0,80%

Wasserdampfpermeabilität
(75% rel. Lf.; 23°C; 1 mm Dicke)

ca. 6,0*10-7 g/(Tag*mm2)

Lagerung & Transport

Gebinde trocken und luftdicht verschlossen bei 10 – 35°C lagern. Mindestens 12 Monate haltbar in original verschlossenen Gebinden bei genannten Bedingungen. Kurzzeitige Abweichungen bei Transport und Lagerung sind akzeptabel.

Reinigung

Um eine gute Haftung des Gießharzes zu gewährleisten, sollte der Kunde die Eignung der beteiligten Oberflächen individuell prüfen. Mögliche Vorbehandlungen wie Reinigung, Aktivierungsprozesse (Plasmaprozess) etc. sind ebenfalls zu berücksichtigen. Die Kontaktflächen sollten frei von Verschmutzungen wie Staub, Fett oder Wasser sein. Zur Reinigung empfehlen wir (erhältlich über ISO-ELEKTRA): ECS Electro Degreaser (06) zur Wischentfettung oder ECS Flux-Off (5) + ECS Spraywash (3) zur Sprühentfettung

Verarbeitung

Harzgebinde gründlich aufrühren. Harz und Härter im angegebenen Mischungsverhältnis abwiegen und 1 – 3 Minuten (je nach Ansatzgröße und Verarbeitungszeit) unter langsamem Rühren vermischen (Luftblasen vermeiden). Die ideale Verarbeitungstemperatur ist 20 – 25°C. Generell ist bei tieferen Temperaturen die Aushärtung verzögert bzw. beschleunigt bei höheren Temperaturen. Bei Verwendung eines Doppelkammerbeutels Ecken gut ausstreichen und 3 Minuten kneten. Vor dem Verguss muss eine homogene, schlierenfreie Masse vorliegen. Anschließend sofort vergießen und das Rührgefäß nicht restentleeren. Eingerührte Luftblasen sind vor Ende der Verarbeitungszeit durch Evakuieren oder vorsichtiges Befächeln der Oberfläche mit einem Heißluftfön entfernbar. Ein maschineller Verguss ist ebenfalls möglich.

Über sicherheitsrelevante Produkteigenschaften informiert das EG-Sicherheitsdatenblatt.

Härter-Komponente (diisocyanathaltig): Ab dem 24. August 2023 muss vor der industriellen oder gewerblichen Verwendung eine angemessene Schulung erfolgen.